VMware ThinApp Enterprise 5
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VMware ThinApp Enterprise 5
VMware ThinApp Enterprise 5 ist eine Lösung zur agentenlosen Anwendungsvirtualisierung, mit der IT-Administratoren Windows-Anwendungen in isolierte und portable Pakete überführen können. Sie eignet sich besonders für Unternehmen, Administratoren und technisch betreute Bestandsumgebungen, in denen Anwendungen unabhängig von klassischen lokalen Installationen verteilt und Anwendungskonflikte reduziert werden sollen.
Was ist VMware ThinApp Enterprise 5?
VMware ThinApp Enterprise 5 virtualisiert Windows-Anwendungen, indem Programmdateien, Registrierungseinträge und weitere benötigte Komponenten in einer abgeschotteten Laufzeitumgebung zusammengeführt werden. Daraus entstehen portable Anwendungspakete, die sich lokal, über Netzwerkfreigaben oder in geeigneten Szenarien über Wechselmedien bereitstellen lassen, ohne auf jedem Zielsystem eine vollständige herkömmliche Installation durchzuführen.
Agentenlose Anwendungsvirtualisierung für verwaltete Windows-Umgebungen
Das zentrale Konzept von ThinApp ist die agentenlose Architektur. Auf dem Zielrechner muss kein dauerhafter ThinApp-Agent installiert werden, weil die erforderliche Laufzeit in das Anwendungspaket integriert wird. Dadurch lässt sich die Verteilung von Software von der klassischen Installation auf dem jeweiligen Arbeitsplatz stärker entkoppeln.
Beim Packaging erfasst Setup Capture den Zustand eines sauberen Windows-Systems vor und nach der Installation einer Anwendung. Aus den erkannten Änderungen erzeugt ThinApp ein virtuelles Dateisystem und eine virtuelle Registry. Anwendungen können anschließend unter anderem als ausführbare Pakete bereitgestellt werden, während benutzerspezifische Änderungen in einer Sandbox getrennt vom eigentlichen Basispaket gespeichert werden.
Diese Isolation ist vor allem bei Anwendungen interessant, die sich gegenseitig durch unterschiedliche Dateien, Registry-Einträge oder Komponenten beeinflussen würden. Auch verschiedene Versionen einer Anwendung können je nach technischer Eignung getrennt voneinander betrieben werden, ohne sämtliche Bestandteile direkt in das lokale Windows-System zu schreiben.
64-Bit-Unterstützung und die Architektur von ThinApp 5
ThinApp 5 führte die Virtualisierung von 64-Bit-Anwendungen ein und erweiterte gleichzeitig die Unterstützung auf Windows 8.1. Die Architektur nutzt weiterhin das agentenlose Prinzip, greift für die Anwendungsvirtualisierung jedoch unter anderem auf Inline-Hooking über NTDLL.DLL zurück, um die Interaktion zwischen Anwendung und Betriebssystem zu kapseln.
Bei 64-Bit-Anwendungen muss die Architektur der Capture-, Build- und Zielumgebung berücksichtigt werden. Eine 64-Bit-Anwendung kann nicht auf einem 32-Bit-Windows-System ausgeführt werden. Für ältere oder speziell konfigurierte Arbeitsplätze sollte deshalb vor dem Packaging geprüft werden, welche Betriebssystem- und Architekturversion die jeweilige Anwendung selbst unterstützt.
VMware dokumentierte für ThinApp 5 außerdem Szenarien rund um Microsoft Office 2013 und virtualisierten Internet Explorer 10. Für browserabhängige Altanwendungen steht mit ThinDirect eine Technik zur Verfügung, mit der bestimmte URLs gezielt einem nativen oder virtualisierten Browser zugeordnet werden können; ADM- und ADMX-Vorlagen unterstützen dabei die richtlinienbasierte Konfiguration.
Bereitstellung, Benutzersteuerung und Updates
ThinApp-Pakete können über Netzwerkfreigaben bereitgestellt und blockweise zum Arbeitsplatz gestreamt werden. Alternativ lassen sich ausführbare Pakete lokal verteilen. Das Werkzeug ThinReg kann Verknüpfungen, Dateizuordnungen und weitere Registrierungen für bereitgestellte Anwendungen einrichten, ohne dass die Anwendung selbst klassisch installiert werden muss.
In verwalteten Unternehmensumgebungen lässt sich der Zugriff auf Anwendungen mit Active Directory-Gruppen verbinden. Über entsprechende Package.ini-Einstellungen können Administratoren festlegen, welche Benutzer oder Computer ein Paket ausführen dürfen. Damit lässt sich die technische Bereitstellung einer Anwendung von deren tatsächlicher Nutzungsberechtigung trennen.
Für Paketaktualisierungen stellt ThinApp Application Sync (AppSync) bereit. Ein vorhandenes Paket kann dabei eine definierte HTTP-, HTTPS- oder Dateifreigabe auf eine neuere Paketversion prüfen und Änderungen übernehmen. Application Link erlaubt zusätzlich das Verknüpfen voneinander abhängiger ThinApp-Pakete, beispielsweise wenn eine Anwendung eine separat paketierte Laufzeitkomponente benötigt.
Systemvoraussetzungen und Kompatibilität von VMware ThinApp 5
Die Einsatzfähigkeit von ThinApp hängt sowohl von der Windows-Version als auch von der zu virtualisierenden Anwendung ab. Besonders bei älteren ThinApp-5-Versionen sollte die Zielplattform vor einer produktiven Einführung getestet werden, da die Anwendung selbst das eingesetzte Betriebssystem grundsätzlich unterstützen muss.
| Bereich | Anforderung bzw. Hinweis |
|---|---|
| Plattform | Windows-basierte Capture-, Build- und Ausführungsumgebung; ThinApp 5 dokumentiert unter anderem Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 sowie verschiedene ältere Windows- und Windows-Server-Plattformen. |
| 32-Bit-Anwendungen | Können abhängig von Anwendung und Betriebssystem auf geeigneten 32- oder 64-Bit-Windows-Systemen paketiert und ausgeführt werden. |
| 64-Bit-Anwendungen | ThinApp 5 unterstützt 64-Bit-Anwendungen. Für Packaging und Ausführung ist eine passende 64-Bit-Windows-Umgebung erforderlich. |
| Capture-System | Für reproduzierbare Pakete empfiehlt sich ein möglichst sauberes physisches oder virtuelles Windows-System. |
| Anwendungskompatibilität | Die native Anwendung muss das jeweilige Zielbetriebssystem grundsätzlich unterstützen. ThinApp ersetzt keine fehlende Herstellerkompatibilität. |
| Treiberabhängige Software | Anwendungen, die Kernel-Mode-Gerätetreiber voraussetzen, sind nicht vollständig für die ThinApp-Virtualisierung geeignet. |
Für bewusst betriebene Legacy-Systeme finden Sie beispielsweise Windows 8.1 Professional sowie weitere Angebote im Bereich Windows 7. Bei beiden Betriebssystemgenerationen ist zu berücksichtigen, dass der reguläre Microsoft-Support beendet ist und sie daher nicht als allgemeine moderne Standardplattform für sicherheitskritische Internet-Arbeitsplätze gedacht sind.
Welche Anwendungen eignen sich für ThinApp und welche nicht?
ThinApp eignet sich besonders für klassische Windows-Anwendungen, deren Dateien und Registry-Konfiguration sich innerhalb einer virtualisierten Benutzerumgebung kapseln lassen. Typische Szenarien sind ältere Fachanwendungen, voneinander zu isolierende Programmversionen oder Software, die ohne vollständige Installation auf zahlreichen verwalteten Arbeitsplätzen bereitgestellt werden soll.
Grenzen bestehen bei Komponenten, die tief in das Betriebssystem eingreifen. Kernel-Mode-Treiber können nicht als normaler Bestandteil eines ThinApp-Pakets virtualisiert werden; deshalb eignen sich beispielsweise Antivirusprogramme, persönliche Firewalls, Scanner- und Druckertreiber sowie bestimmte VPN-Clients nicht für eine vollständige ThinApp-Verpackung. Benötigte Gerätetreiber müssen gegebenenfalls regulär auf dem Zielsystem installiert werden.
Kaufberatung und Lizenzwissen zu VMware ThinApp Enterprise 5
Die Enterprise-Ausgabe richtet sich vor allem an professionell administrierte Umgebungen, in denen zahlreiche Anwendungen paketiert, verteilt, aktualisiert oder anhand vorhandener Benutzerstrukturen gesteuert werden sollen. Für einen einzelnen Privat-PC ohne zentrale Softwareverteilung ist der Funktionsumfang in vielen Fällen größer als erforderlich.
Ein praktisches Einsatzgebiet sind Unternehmen, die eine ältere Fachanwendung von anderen lokal installierten Programmen isolieren müssen. Ein zweites Szenario ist die parallele Bereitstellung unterschiedlicher Anwendungsversionen. In Schulungs-, Test- oder Verwaltungsumgebungen kann ThinApp außerdem sinnvoll sein, wenn vorbereitete Pakete über zentrale Netzwerkfreigaben an mehrere Arbeitsplätze verteilt werden.
Vor dem Kauf sollte insbesondere bei bestehenden Unternehmenssystemen geprüft werden, welche ThinApp-5.x-Unterversion benötigt wird, welche Windows-Version eingesetzt wird und ob die betreffende Anwendung Treiber oder andere nicht virtualisierbare Systemkomponenten voraussetzt.
Lizenz- und Kaufsicherheit
Die Auslieferung erfolgt über software-guru.shop als digitaler Download per E-Mail nach Zahlungseingang; bereitgestellt werden die für das Produkt vorgesehenen Download- und Lizenzinformationen. Die Software ist anschließend mit dem ausgelieferten Lizenzschlüssel aktivierbar, wobei Gerätezahl, Übertragbarkeit und weitere Nutzungsrechte von der konkret angebotenen Lizenzart abhängen. Angeboten wird Originalsoftware; vor der Nutzung sollten die im jeweiligen Angebot ausgewiesenen Lizenzbedingungen geprüft werden. Bei digitalen Inhalten kann das Widerrufsrecht nach § 356 Abs. 6 BGB vorzeitig erlöschen, wenn der Verbraucher dem Beginn der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist ausdrücklich zugestimmt, den Verlust des Widerrufsrechts bestätigt und der Unternehmer die gesetzlich vorgesehene Bestätigung bereitgestellt hat.
Häufige Fragen zu VMware ThinApp Enterprise 5
Was macht VMware ThinApp Enterprise 5?
VMware ThinApp Enterprise 5 wandelt geeignete Windows-Anwendungen in isolierte virtuelle Anwendungspakete um. Dateien, Registry-Einträge und die ThinApp-Laufzeit werden so zusammengeführt, dass die Anwendung ohne vollständige klassische Installation auf jedem Zielrechner bereitgestellt werden kann.
Kann VMware ThinApp 5 auch 64-Bit-Anwendungen virtualisieren?
ThinApp 5 führte die Unterstützung für 64-Bit-Anwendungen ein. Für solche Pakete müssen Capture-, Build- und Zielumgebung hinsichtlich ihrer 64-Bit-Architektur passend gewählt werden; eine 64-Bit-Anwendung kann nicht auf einem 32-Bit-Windows-System ausgeführt werden.
Welche Windows-Versionen funktionieren mit VMware ThinApp 5?
Die ThinApp-5-Dokumentation umfasst unter anderem Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 sowie verschiedene ältere Windows- und Server-Plattformen. Da mehrere ThinApp-5.x-Versionen existieren, muss für neuere Windows-Versionen die Kompatibilität der konkreten Unterversion geprüft werden.
Muss auf jedem Arbeitsplatz ein ThinApp-Agent installiert werden?
ThinApp arbeitet grundsätzlich agentenlos. Die zur Ausführung benötigte ThinApp-Laufzeit wird in das virtuelle Anwendungspaket integriert, sodass kein dauerhaft installierter ThinApp-Client auf jedem Arbeitsplatz erforderlich ist.
Kann ThinApp Antivirusprogramme, VPN-Clients oder Gerätetreiber virtualisieren?
Software, die Kernel-Mode-Gerätetreiber benötigt, lässt sich nicht vollständig als ThinApp-Paket virtualisieren. Dazu zählen insbesondere viele Antivirusprogramme, persönliche Firewalls, Scanner- und Druckertreiber sowie bestimmte VPN-Clients; erforderliche Treiber müssen gegebenenfalls regulär auf dem System installiert werden.
Wie können ThinApp-Anwendungen aktualisiert und zentral bereitgestellt werden?
Pakete lassen sich beispielsweise über Netzwerkfreigaben verteilen und mit Active-Directory-basierten Zugriffsregeln kombinieren. Application Sync kann definierte Server- oder Dateipfade auf aktualisierte Pakete prüfen, während ThinReg unter anderem Verknüpfungen und Dateizuordnungen auf den Arbeitsplätzen registriert.
Fazit
VMware ThinApp Enterprise 5 eignet sich für IT-Administratoren und Unternehmen, die klassische Windows-Anwendungen isoliert paketieren und flexibel auf verwalteten Arbeitsplätzen bereitstellen möchten. Besonders interessant ist die Lösung für Legacy-Anwendungen, parallele Programmversionen und Umgebungen, in denen eine agentenlose Bereitstellung gewünscht ist. Für aktuelle Standard-PCs ohne Anforderungen an Anwendungsvirtualisierung ist ThinApp dagegen meist nicht erforderlich. Bei modernen Windows-Versionen sollte außerdem zuerst geprüft werden, ob die konkret eingesetzte ThinApp-5.x-Version und die zu paketierende Anwendung gemeinsam unterstützt werden.
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