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Microsoft Remote Network Bandwidth (NCE)

Produktnummer: SW10855

Microsoft Remote Network Bandwidth (NCE)

Microsoft Remote Network Bandwidth (NCE) ist ein Cloud-Add-on, das die verfügbare Bandbreite für Remote Networks innerhalb von Microsoft Entra Global Secure Access um 500 Mbit/s erweitert. Es richtet sich an Unternehmen und IT-Administratoren, deren Filialen, Niederlassungen oder andere Standorte mehr Kapazität für den über IPsec-Tunnel geführten Datenverkehr benötigen.

Was ist Microsoft Remote Network Bandwidth?

Microsoft Remote Network Bandwidth ist eine zusätzliche Bandbreitenkapazität für die Remote-Network-Funktion von Global Secure Access. Das Add-on wird verwendet, wenn die durch vorhandene Microsoft-Entra-Lizenzen bereitgestellte Kapazität nicht mehr ausreicht und der tenantweite Bandbreitenpool in Schritten von 500 Mbit/s erweitert werden soll.

Das Produkt ist keine Remote-Desktop-Lizenz, kein klassischer VPN-Client und keine lokal installierbare Software. Es erweitert ausschließlich die verfügbare Netzwerkkapazität für entsprechend eingerichtete Remote Networks im Microsoft-Entra-Tenant.

Zusätzliche Bandbreite für Global Secure Access

Global Secure Access Remote Network Connectivity verbindet beispielsweise eine Filiale oder ein Unternehmensnetz über einen verschlüsselten IPsec-Tunnel mit einem Microsoft-Endpunkt. Der gewünschte Datenverkehr wird anschließend anhand konfigurierter Traffic Forwarding Profiles durch die Microsoft-Infrastruktur geleitet und dort nach den festgelegten Sicherheitsrichtlinien verarbeitet.

Die regulär verfügbare Bandbreite hängt von der Zahl bestimmter Microsoft-Entra-Lizenzen im Tenant ab. Berücksichtigt werden nach Microsoft-Angaben unter anderem Microsoft Entra ID P1, Microsoft Entra Internet Access und Microsoft Entra Suite. Für die Nutzung der Remote-Network-Funktion werden mindestens 50 qualifizierende Lizenzen benötigt.

Reicht der daraus berechnete Bandbreitenpool nicht aus, stellt der Remote Network Bandwidth SKU zusätzliche Kapazität in 500-Mbit/s-Schritten bereit. Mehrere Erweiterungen können deshalb für Umgebungen relevant sein, in denen zusätzliche Standorte, mehr Endgeräte oder datenintensivere Anwendungen eingebunden werden.

Bandbreite flexibel auf IPsec-Tunnel verteilen

Die verfügbare Kapazität kann innerhalb des Tenants auf unterschiedliche Remote Networks und IPsec-Tunnel verteilt werden. Microsoft unterstützt dabei Bandbreitenzuweisungen von 250, 500, 750 oder 1.000 Mbit/s je Tunnel, sodass kleinere Filialen anders dimensioniert werden können als zentrale Standorte mit höherem Datenaufkommen.

Ein typisches Szenario ist ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen, das Microsoft-365- und Internetverkehr kontrolliert über Global Secure Access leitet. Während ein kleiner Standort mit 250 Mbit/s auskommt, können größere Büros oder Produktionsstandorte eine Zuweisung von 500 oder 1.000 Mbit/s erhalten.

Für eine ausfallsichere Architektur empfiehlt Microsoft mindestens zwei Tunnel pro Standort. Dadurch lässt sich der Datenverkehr bei Wartungsarbeiten, Verbindungsproblemen oder dem Ausfall eines Endpunkts über eine alternative Verbindung weiterleiten.

Remote Networks ohne Client auf jedem Endgerät absichern

Remote Network Connectivity ist besonders hilfreich, wenn nicht auf jedem Gerät ein Global-Secure-Access-Client installiert werden kann oder soll. Der Datenverkehr eines gesamten Standorts kann über das Customer Premises Equipment, kurz CPE, an Global Secure Access übergeben werden.

Das betrifft beispielsweise Drucker, Kameras, Linux-Systeme, Produktionsgeräte, Gastgeräte oder andere Endpunkte ohne passenden Client. Statt jedes Gerät einzeln vorzubereiten, wird der Verkehr am Router oder an der Firewall des Standorts erfasst und über den konfigurierten Tunnel weitergeleitet.

Remote Networks unterstützen das Microsoft Traffic Profile und das Internet Access Traffic Profile. Das Private-Access-Profil wird für diese Art der Standortanbindung nicht unterstützt und setzt einen geeigneten Global-Secure-Access-Client auf den Endgeräten voraus.

Planungshinweis: Das Add-on stellt zusätzliche Kapazität bereit, ersetzt aber weder die erforderlichen Basislizenzen noch die technische Einrichtung von Global Secure Access, Remote Networks, Traffic Profiles und IPsec-Tunneln.

Technische Voraussetzungen für Remote Network Bandwidth

Bereich Anforderung oder Hinweis
Produktart Cloudbasierte Erweiterung des Remote-Network-Bandbreitenpools; keine lokale Installation.
Kapazität Zusätzliche Bandbreite in Schritten von jeweils 500 Mbit/s.
Basisumgebung Microsoft-Entra-Tenant mit lizenzierter und eingerichteter Global-Secure-Access-Remote-Network-Funktion.
Mindestlizenzierung Für Remote Network Connectivity werden mindestens 50 qualifizierende Microsoft-Entra-Lizenzen benötigt.
Administration Passende Administratorrolle, insbesondere Global Secure Access Administrator, im Microsoft Entra Admin Center.
Standortgerät Kompatibler Router oder kompatible Firewall als Customer Premises Equipment mit öffentlicher IP-Adresse.
Netzwerkprotokolle Route-based VPN mit IPsec, IKEv2 und BGP beziehungsweise einer unterstützten Routing-Konfiguration.
Traffic Profiles Microsoft Traffic und Internet Access werden unterstützt; Private Access ist über Remote Networks nicht verfügbar.
Hochverfügbarkeit Für produktive Standorte werden mindestens zwei IPsec-Tunnel empfohlen.

Die konkreten IPsec-, IKE-, BGP- und ASN-Werte müssen mit dem eingesetzten CPE übereinstimmen. Microsoft beschreibt die technische Konfiguration in der offiziellen Dokumentation zu Global Secure Access Remote Network Connectivity sowie in der Anleitung zum Erstellen eines Remote Networks.

Kaufberatung und Lizenzwissen

Microsoft Remote Network Bandwidth lohnt sich, wenn ein bereits eingerichteter Global-Secure-Access-Tenant regelmäßig an die zugewiesene Bandbreitengrenze stößt. Typische Anzeichen sind neue Standorte, wachsende Nutzerzahlen, zusätzliche Geräte oder ein dauerhaft höheres Datenvolumen über die angebundenen IPsec-Tunnel.

Ein zweiter Anwendungsfall sind Unternehmen, die ihre Standortstruktur schrittweise erweitern. Zusätzliche Kapazität kann dabei gezielt eingeplant werden, bevor eine neue Filiale oder ein weiterer Tunnel produktiv geschaltet wird.

Nicht geeignet ist das Produkt für Organisationen, die Global Secure Access noch nicht einsetzen oder lediglich eine klassische Remote-Desktop-Verbindung beschleunigen möchten. In solchen Fällen müssen zunächst Architektur, Basislizenzierung und tatsächliche Ursache des Bandbreitenengpasses geprüft werden.

NCE steht für New Commerce Experience und beschreibt den Microsoft-Beschaffungsrahmen für Cloud-Abonnements und Add-ons. Die konkrete Vertragslaufzeit, Verlängerung und Änderbarkeit richten sich nach dem gewählten Angebot und den bei der Bestellung ausgewiesenen Bedingungen. Weitere cloudbasierte Microsoft-Produkte finden Sie in der Kategorie Microsoft NCE.

Lizenz- und Kaufsicherheit

Die Bereitstellung erfolgt über software-guru.shop als digitaler Download per E-Mail nach Zahlungseingang beziehungsweise als digitale Bereitstellungsinformation für den Microsoft-Tenant. Remote Network Bandwidth ist ein laufzeitgebundenes Microsoft-Cloud-Add-on und keine dauerhaft gültige Einzelplatzlizenz. Die Nutzung ist nach erfolgreicher Bereitstellung möglich, sofern Tenant, Basislizenzen, Administratorrechte und Remote-Network-Konfiguration vorbereitet sind. Soweit ein gesetzliches Verbraucherwiderrufsrecht besteht, kann es bei sofort beginnender digitaler Bereitstellung nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen vorzeitig erlöschen; maßgeblich sind die Erklärungen im Bestellprozess.

Häufige Fragen zu Microsoft Remote Network Bandwidth

Wie viel zusätzliche Bandbreite enthält das Add-on?

Microsoft Remote Network Bandwidth erweitert den verfügbaren Bandbreitenpool um 500 Mbit/s je gebuchtem Kapazitätsschritt. Die gesamte verfügbare Bandbreite kann anschließend entsprechend der unterstützten Zuweisungsgrößen auf Remote Networks und IPsec-Tunnel verteilt werden.

Ist Remote Network Bandwidth eine Remote-Desktop-Lizenz?

Das Produkt ist keine Lizenz für Remote Desktop Services, Windows Server RDS oder einzelne Remote-Desktop-Benutzer. Es erweitert die Netzwerkkapazität der Remote-Network-Funktion innerhalb von Microsoft Entra Global Secure Access.

Welche Basislizenzen werden benötigt?

Remote Network Connectivity setzt einen passend lizenzierten Microsoft-Entra-Tenant voraus. Die reguläre Kapazitätsberechnung berücksichtigt unter anderem Microsoft Entra ID P1, Microsoft Entra Internet Access und Microsoft Entra Suite; mindestens 50 qualifizierende Lizenzen sind für die Funktion erforderlich.

Kann die zusätzliche Bandbreite mehreren Standorten zugewiesen werden?

Die tenantweit verfügbare Kapazität kann auf mehrere Remote Networks und Tunnel verteilt werden. Unterstützt werden Zuweisungen von 250, 500, 750 oder 1.000 Mbit/s je IPsec-Tunnel, sofern die gesamte verfügbare Kapazität ausreicht.

Benötigt jeder Arbeitsplatz einen Global-Secure-Access-Client?

Bei einer Remote-Network-Anbindung wird der Standort über ein kompatibles CPE und einen IPsec-Tunnel verbunden. Dadurch können auch Geräte ohne installierten Global-Secure-Access-Client einbezogen werden, sofern der Datenverkehr über das Standortnetz und das konfigurierte Traffic Profile geleitet wird.

Unterstützt das Add-on Microsoft Entra Private Access?

Das Private-Access-Traffic-Profile wird über Remote Networks nicht unterstützt. Für Private Access ist der Global-Secure-Access-Client auf den jeweiligen Endgeräten erforderlich; Remote Networks unterstützen dagegen Microsoft Traffic und Internet Access.

Ist die Lizenz dauerhaft gültig?

Microsoft Remote Network Bandwidth NCE ist keine klassische Dauerlizenz. Es handelt sich um ein Cloud-Add-on für die gebuchte Laufzeit, dessen Verlängerung und Änderungsmöglichkeiten von den konkreten NCE-Vertragsbedingungen abhängen.

Fazit

Microsoft Remote Network Bandwidth eignet sich für Unternehmen, die Global Secure Access bereits produktiv einsetzen und zusätzliche Kapazität für ihre angebundenen Standorte benötigen. Besonders sinnvoll ist das Add-on bei wachsenden Filialnetzen, steigender Gerätenutzung oder dauerhaft ausgelasteten IPsec-Verbindungen. Ohne vorhandenen Microsoft-Entra-Tenant, passende Basislizenzierung und eingerichtete Remote Networks bietet die Erweiterung keinen eigenständigen Nutzen.

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